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  • AutorenbildNini Janni

Achtsamkeit im Alltag - so ein Quatsch - funktioniert sowieso nicht!

Gerade wir Mamas kennen es - du stehst auf und es läuft gefühlt vom ersten Moment an alles schief. Die Kinder sind mies gelaunt, weil sie aufstehen müssen. Du musst mindestens eine Million mal rufen und sagen: Zieht euch bitte an und dann am Ende bist du schon vor dem ersten Kaffee total genervt. Das kennen wir doch Alle oder?


Dann fehlt die Hälfte im Ranzen, ein Schuh ist nicht auffindbar und ach ja - Sport habe ich heute ja auch noch. Viel zu spät aus dem Haus und wenn es dann gut läuft, mit ach und krach pünktlich in der Schule. Dann direkt zur Arbeit oder nach Hause und endlich den ersten Kaffee. Hoffentlich ruft Niemand an: Bitte holen Sie ihr Kind wieder ab. Bauchsmerzen, Kopfschmerzen oder Hölle - Magen Darm. Meist geht es an diesen Tagen munter weiter sobald die Kinder (die ja schon morgens müde waren) wieder im Auto sitzen. Streit hier, ärgern da ... der ganze normale Alltagswahnsinn. Nebenbei noch der Haushalt, Termine, Wäsche und was eben noch so anfällt. Wahrscheinlich kommt an dem Tag unerwartet Besuch - wenn dann doch richtig. Am Ende des Tages dann diese bleiernde Müdigkeit, keine Energie mehr und am liebsten selbst direkt ins Bett. Ein Blick über das Schlachtfeld Küche und Wohnzimmer macht diesen Plan aber direkt wieder kaputt. Ein Hammer-Höllen-Sch... Tag.


Kennste auch? Natürlich gibt es auch noch andere Tage, die ja auch bei dir hoffentlich überwiegen. Hausaufgaben, lernen usw.. habe ich eben nicht mal erwähnt. Kommt ja auch noch Alles dazu.


Auch wenn das vielleicht ein extremer Tag ist - Fakt ist es aber schon: Als Mama hast du viel zu tun, viel zu organisieren und noch mehr um die Ohren. Du bist von morgens bis abends und manchmal sogar in der Nacht (wenn der Albtraum zu schlimm war) im Einsatz. Nebenbei bist du auch noch Ehefrau und sollst auch noch eine gute Geliebte sein. Freundinnen möchten auch Zeit mit dir und irgendwann hast du vielleicht sogar das Gefühl - wo bleibe ich? Wann habe ich das letzte Mal eigentlich ein Buch gelesen?


Je stressiger dein Job noch dazu, desto mehr hast du das Gefühl dir wird sämtliche Energie - von allen Seiten einfach abgezogen. Tja und dann kommen so schlaue Social Media Profile - wie auch meins daher und sagen: Achte auf dich. Nimm dir Zeit für dich und sei achtsam. Klar - da fällt mir direkt ein Kindergartenlied ein - nämlich ...."Das ist der Mittelfinger, das ist der Mittelfinger ... hier bin ich....siehst du mich? Guten Tag Herr Mittelfinger, guten Tag Herr Mittelfinger.." Sehr witziger Vorschlag. Wie soll das bitte gehen?


Achtsamkeit ist eine Entscheidung


Was ist eigentlich Achtsamkeit so wirklich? Der Dalai Lama höchstpersönlich sagt in seinem Buch "Rückkeher der Menschlichkeit" dazu:


„Achtsamkeit ist die Fähigkeit eines Menschen, ich geistig zu sammeln und sich auf diese Weise auf seine zentralen Werte und seine innere Motivation zurückzubesinnen“.

What? Nee ist klar. Mit anderen Worten: Du bist achtsam, wenn du für einen Moment im Hier & Jetzt bist und die Dinge bewusst erlebst. Damit meine ich bspw. wenn du einen Tee trinken willst. Dann kannst du das Wasser in die Tasse kippen, den Beutel reinhängen, vielleicht noch Zucker und dann warten bis der Tee fertig ist. Beutel wieder raus, rühen und dann nebenbei einfach mal den Tee weg schlürfen. Du kannst aber auch dir bewusst deine Lieblingstasse aus dem Schrank kramen, das Wasser in die Tasse gießen und den Tee zubereiten, dir eine Kerze anzünden und den Tee erstmal in beide Hände nehmen. Einen Moment inne halten und die Wärme in deinen Händen spüren. Dann kannst du die Augen schließen, tief einatmen und den ersten Schluck mit geschlossenen Augen trinken. Wenn du jetzt denkst - was für ein Quatsch - was soll das bringen?




achtsamkeit
überfordert fühlen

Nun, es gibt Studien über die Wirkung von Heiß- und Kaltgetränken im Gehirn. Als Baby und Kind hat die Mama (hoffentlich) ganz viel Körpernähe mit dir gehabt. Sie hat dich auf die Brust gelegt, Haut auf Haut, gestreichelt und dich liebevoll gebadet. Ich weiß, nicht Jeder durfte diese Erfahrungen machen. Die Menschen, die aber diese Art von Liebe bekommen haben, verbinden mit Wärme Wohlbefinden, atmen ruhiger und vor allem Sicherheit. Genau diese Reize bekommt dein Körper zurück, wenn du den Tee mit beiden Händen einen Moment wirken lässt. Dir wird warm, deine Hände werden warm und dein Gehirn erinnert sich sozusagen an die Situationen, die es mit Wärme verbindet. Dieser wirklich kleine achtsame Moment bewirkt bei dir schon eins - Entspannung.


Mit dem Beispiel möchte ich dir zeigen - es lohnt sich wirklich ein wenig achtsam im Alltag zu sein. Mit kleinen Gesten. Hörst du bspw. gerne Musik? Dudelt die so nebenbei oder setzt du dich ab und zu hin, machst sie lauter und hörst dein Lieblingslied? Oder das Lied das zu deiner Hochzeit gespielt wurde? Das Lied was du gehört hast als du schwanger warst? Im Gehirn passiert dann das, wie wir Menschen denken. Du wirst sofort eine Reihe von Bildern (schöne Bilder) abrufen und dich erinnern. Du kannst dich zurück an diesen Tag versetzen und ihn in Gedanken noch einmal erleben. Du führst dich bewusst in die Vergangenheit und tust dabei was? Richtig - entspannen.


Deswegen ist Achtsamkeit eine Entscheidung. Du musst dich bewusst dahin bringen. Das klappt mal ganz gut und oft spielt dein Gehirn einfach nicht mit. Denn das höchste Ziel des Oberstübchen ist es: Energie sparen. Deswegen liebt es Muster und Programme und versucht dich tagsüber so oft es geht auch wieder genau in die alten Bahnen zu lenken. Bewusstsein dagegen ist purer Luxus und kostet uns sehr viel Energie. Das Gehirn braucht ja eh schon sehr viel davon. Nämlich 20% deines täglichen Grundumsatzes (in Ruhe - ohne das du Etwas tust). Das steigert sich dann wenn du lernst, denkst etc... und wenn dann auch noch bewusste Handlungen hinzu kommen - dann kannste abnehmen ohne Sport. Klingt schräg? Ist es auch aber stimmt tatsächlich. Kannste gerne nach recherchieren.


Deswegen ist Achtsamkeit auch in gewisser Weise Luxus. Du musst bewusst Schritte einleiten die dir gut tun. Manchmal ist es aber dennoch so - es bringt dir nix. Du versuchst zu entspannen aber dein ganzer Körper scheint unter Strom zu stehen. Du kannst dich einfach nicht drauf einlassen und bist rastlos. Im Coaching würde ich dich an diesem Punkt fragen: Was ist los? Was genau lässt dich so rastlos sein? Alleine darüber sprechen wird dir schon einige Erkenntnisse bringen. Wenn es dir genauso geht, beantworte diese Frage doch einfach einmal laut für dich. Das Selbstcoaching ist ein guter Weg, um die ersten Schritte der Klarheit zu bekommen. Danach würde ich eine Metapher verwenden:




selbstcoaching achtsamkeit
Wunderlampe - Selbstcoaching Achtsamkeit

Angenommen du findest eine Wunschlampe. Es steigt ein mächtiger Geist empor und du fragt dich: Du kannst dir für die komplette nächste Woche die perfekte Woche erstellen. Wie würde die aussehen? Was würdest du gerne machen wollen und mit wem? Oder wärst du alleine? Wie würde deine perfekte Woche aussehen?


Reflektiere dich einmal - wenn DU ganz alleine bestimmen könntest. Was würdest du wirklich tun wollen? Wie würdest du den Tag verbringen? Manchmal ist das nachdenken darüber schon so ausreichend und du kommst direkt in die Veränderung. Wenn du allerdings merkst, in mir tut sich gar nichts mehr - ich fühle mich wie eine Hülle, dann kann und darf ich dir (noch nicht) weiterhelfen. Ich rate dir dann auf jeden Fall - kümmere dich um dich selbst und suche dir professionelle Hilfe. Du bist wertvoll und du darfst es dir wert sein - das es dir gut geht, das du glücklich bist und das du an dich selbst denkst.



janina plagge
Janina Plagge - Perspektiv und Potenzial Coachin

Ich bin Janina. Ich bin Mama von Zwillingen und einem großen Sohn, die alle drei in die Grundschule gehen. Ich bin Dipl. Betriebswirtin (FH) und habe mich als Life- und Achtsamkeits Coachin ausbilden lassen. Dazu kommt meine Leidenschaft für die Neurowissenschaften. Ich bin Birkenbihl Master (i.A). Meine Mission ist es, Frauen Perspektiven aufzuzeigen damit sie ihr Potenzial leben. Dabei kann es sich um berufliche, private oder eigene Perspektiven handeln.

Als Reflektorin habe ich feine Antennen und eine sehr gute Menschenkenntnis. Mit mir erlebst du auch kleine Rituale, Fantasiereisen und Tipps für deinen Alltag. Das ist kein spiritueller Hokuspokus sondern ich erzähle dir auch, was in deinem Gehirn passiert und wieso diese Dinge funktionieren.





Autor: Janina Plagge

Kategorie: Familie & Karriere

Text: Achtsamkeit im Alltag


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