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  • AutorenbildNini Janni

Stress. Wenn du denkst: Ich kann nicht mehr und wie du wieder Kraft schöpfen kannst.

Das Gefühl der Erschöpfung und Überforderung kann uns alle treffen, egal ob im Beruf, in deinem Business, im Studium oder im persönlichen Leben. Auch Eltern kennen dieses Gefühl zu gut. Ständig Probleme, immer irgendwelche Dinge, Streitigkeiten usw.. Das Gefühl "wo bleibe ich?" "Wann soll ich das noch machen?" wird immer stärker und stärker.


 Wenn der Gedanke "Ich kann nicht mehr" immer präsenter wird, ist es wichtig, auf sich selbst zu achten und aktiv Maßnahmen zu ergreifen, um wieder Kraft zu schöpfen. Das hier ersetzt keine professionelle Hilfe. Solltest du das Gefühl haben , so geht es nicht weiter, suche dir bitte schnellstmöglich einen Arzt deines Vertrauens und nehme dir eine professionelle Hilfe zur Seite. Das ist völlig ok.


1. Akzeptanz der eigenen Gefühle

Der erste Schritt, um wieder Kraft zu schöpfen, ist die Akzeptanz der eigenen Gefühle. Es ist völlig normal, sich erschöpft und überfordert zu fühlen, und es ist wichtig, sich selbst zu erlauben, diese Emotionen zu spüren, ohne sich dafür zu verurteilen. Sobald es in deinem Bewusstsein angekommen ist, kannst du dich damit auch aktiv beschäftigen und nach Lösungsmöglichkeiten suchen. Diese kannst du von Außen (Freunde, Familie, Bekannte, Arzt usw..) bekommen. Im Inneren läuft die Maschinerie sowieso. Dein Gehirn sucht automatisch nach Lösungen. Sich selbst befreien kann aber nur funktionieren, wenn du Impulse und Ideen zum ausprobieren bekommst die für dich neu sind.


2. Pausen einlegen und Abstand gewinnen


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Manchmal kann es hilfreich sein, eine Auszeit zu nehmen und sich bewusst von der belastenden Situation zu entfernen. Ob es ein kurzer Spaziergang in der Natur ist oder eine längere Auszeit, Pausen geben unserem Geist und Körper die Möglichkeit, sich zu regenerieren. Dabei ist die Kommunikation mit deinem Umfeld wichtig. Besonders als Mama - Wenn es der Mama nicht gut geht, spüren es deine Kinder. Kinder lernen ausschließlich durch Imitation. Die Spiegelneuronen sorgen tagtäglich dafür, das unsere lieben Kleinen unser Verhalten nachmachen. Leider auch unser leiden und jammern. Deswegen hast du auch die Verantwortung für dich selbst - kümmere dich auch um dich und dein Wohlbefinden. Nutze kleine Auszeiten oder denke auch über eine Kur etc. nach.


3. Selbstfürsorge praktizieren

Um wieder Kraft zu schöpfen, ist Selbstfürsorge von entscheidender Bedeutung. Priorisiere deine körperliche und mentale Gesundheit, indem du ausreichend Schlaf bekommst, dich gesund ernährst, regelmäßig bewegst und Zeit für Entspannung und Hobbys einplanst. Dabei musst du kein schlechtes Gewissen haben, weil du nicht präsent bist, die Wäsche liegen bleibt oder andere Familienmitglieder sich alleine beschäftigen müssen. Auch Meditation kann dir helfen, bedingt aber das du die innere Ruhe auch findest. Das ist meist nicht der Fall und deswegen ist zunächst Bewegung wichtig.


4. Unterstützung suchen

Teile deine Gefühle und Herausforderungen mit vertrauten Freunden, Familienmitgliedern oder Kollegen. Manchmal kann allein das Sprechen darüber eine große Erleichterung sein, und Unterstützung von anderen kann uns dabei helfen, unsere Belastung besser zu bewältigen. Siehe Ratschläge in diesem Fall nicht als Schläge. Wer dich mag, will nur dein Bestes und versucht dir zu helfen. Versuche anzunehmen und ein paar Dinge auch auszuprobieren. Wichtig ist es, aus der Negativspirale heraus zu finden.



5. Reflektion und Priorisierung

Nimm dir Zeit, um zu reflektieren, was dich erschöpft und überfordert. Priorisiere deine Aufgaben und setze klare Ziele, um dich auf das Wesentliche zu konzentrieren und Überforderung zu vermeiden. Schreibe alle Ziele, To Dos und Termine auf. Alles was dir einfällt. Setze dich dann ggfls. mit deinem Partner:in hin und priorisiert gemeinsam. Macht sozusagen einen Schlachtplan und streicht auch To Do's, die derzeit einfach nicht wichtig sind.



6. Gedankenmuster hinterfragen

Hinterfrage deine Gedankenmuster und Überzeugungen. Oftmals verstärken negative Gedanken wie "Ich kann das nicht schaffen" unsere Erschöpfung. Versuche, negative Selbstgespräche durch positive und motivierende Gedanken zu ersetzen. Wenn du generell ein negativ denkender Mensch bist, verstärkst du damit auch deinen Stress und das Gefühl der Ohnmacht. Deine Gedanken kreisen um negative Situationen, Gefühle und körperliche Symptome. Deine mentale Situation schlägt sich auf die körperliche Gesundheit nieder. Achte deswegen ganz bewusst auf schöne Dinge, die am Tag passieren und notiere sie in ein kleines Büchlein. Das kann das gemeinsame Spiel mit den Kindern, der nette Kunde am Telefon, ein gutes Gespräch mit der Freundin usw.. sein. Schreibe dir auf wofür du heute dankbar bist und was dir besonders gefallen hat. Keine negativen Dinge - nur das Gute vom Tag.


7. Grenzen setzen

Lerne, deine Grenzen zu erkennen und sie zu respektieren. Sage "Nein", wenn du bereits zu viele Verpflichtungen hast, und sei ehrlich zu dir selbst über das, was du leisten kannst. Das liest sich natürlich einfacher als es ist. Nein sagen ist schwer. Wenn du aber merkst das du absolut am Limit bist, dann tust du dir einfach keinen Gefallen, wenn es immer mehr und mehr wird. Sage auch einmal eine Verabredung oder Hobby ab, schaffe dir bewusste Freiräume. Du darfst dir das wert sein und du darfst diese Entscheidung treffen.



8. Entspannungstechniken anwenden

Entspannungstechniken wie Meditation, Atemübungen oder Yoga können dabei helfen, Stress abzubauen und innere Ruhe zu finden. Diese Techniken unterstützen den Geist dabei, sich zu beruhigen und neue Energie zu schöpfen.



9. Dankbarkeit kultivieren

Konzentriere dich auf die positiven Aspekte in deinem Leben und kultiviere Dankbarkeit. Das Fokussieren auf das Gute kann die Sicht auf belastende Situationen verändern und neue Energie bringen. Immer wenn du bewusst über eine Sache nachdenkst, kannst du sie auch verändern.



10. Professionelle Hilfe in Anspruch nehmen

Wenn du das Gefühl hast, dass du alleine nicht aus dem Teufelskreis der Erschöpfung herauskommst, zögere nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ein Gespräch mit einem Therapeuten oder Coach kann dabei helfen, neue Perspektiven zu gewinnen und Strategien zur Bewältigung von Belastungen zu entwickeln. Hilfe annehmen und suchen ist eine gute Eigenschaft und zeigt deine Stärke als Person. Es ist nicht verwerflich.


Übung: Nimm dir einen Zettel und Stift und schreibe Alles auf was dir in den Sinn kommt. Egal ob es zusammen passt oder nicht. Schreibe und schreibe und höre erst auf, wenn deine innere Stimme sagt es ist genug und der Kopf leer ist.


Was erreichst du damit? Die Nacht nutzt dein Gehirn um zu sortieren. Inhalte, Erfahrungen und Emotionen, die in deine neuronalen Wissensnetze im Langzeitgedächtnis abgespeichert werden sollen oder die gelöscht werden können. Kurzum es wird aufgeräumt und sortiert. Wenn du dich zu sehr auf die negativen Dinge fokussierst, die dir Stress bereiten, kann dein Kopf nicht alles weg sortieren. Es erfolgt eine Überlastung, die du immer weiter mit dir rumschleppst. Schreiben ist dagegen eine körperliche Tätigkeit und du holst die Dinge zurück in dein Bewusstsein. Durch diese Präsenz kann dein Kopf in der Nacht abschließen und besser löschen. Probiere es aus!


Wenn du nichts tust und veränderst, wird es immer schlimmmer und schlimmer. Wenn du nicht aktiv wirst, steuerst du direkt auf ein Burnout zu.


Entstehung von Burnout

Burnout entwickelt sich oft aus einer Kombination von mehreren Faktoren:

  • Chronischer Stress: Anhaltender Stress, sei es durch hohe Arbeitsbelastung, persönliche Herausforderungen oder andere Stressoren, kann die Entstehung von Burnout begünstigen.

  • Ungleichgewicht von Anforderungen und Ressourcen: Wenn die Anforderungen im Leben oder im Job die verfügbaren Ressourcen überwiegen, kann dies zu einem Gefühl der Überforderung und Erschöpfung führen.

  • Mangelnde Unterstützung: Fehlende Unterstützung von Vorgesetzten, Kollegen oder sozialem Umfeld kann das Gefühl der Isolation verstärken und die Entwicklung von Burnout begünstigen.

  • Fehlende Selbstfürsorge: Vernachlässigung der eigenen Bedürfnisse und mangelnde Selbstfürsorge können dazu führen, dass die Belastbarkeit sinkt und Burnout wahrscheinlicher wird.

Erste Anzeichen von Burnout

Die ersten Anzeichen von Burnout können schleichend sein und sind manchmal schwer zu erkennen. Hier sind einige häufige Symptome, die auf Burnout hindeuten können:

  • Chronische Erschöpfung: Eine anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung, die auch nach ausreichendem Schlaf nicht verschwindet.

  • Gefühl der Leere: Das Gefühl, ausgebrannt zu sein und keine Energie oder Motivation mehr zu haben.

  • Verminderte Leistungsfähigkeit: Eine Abnahme der Produktivität und Effizienz bei der Arbeit oder in anderen Lebensbereichen.

  • Emotionale Verflachung: Gefühle der Gleichgültigkeit oder Niedergeschlagenheit, Schwierigkeiten, Freude oder Interesse an Aktivitäten zu empfinden.

  • Reizbarkeit und Unruhe: Eine gesteigerte Reizbarkeit, eine verringerte Frustrationstoleranz und ein Gefühl von Anspannung.

Maßnahmen zur Abwendung von Burnout

Wenn du erste Anzeichen von Burnout bei dir bemerkst, ist es wichtig, rechtzeitig zu handeln, um eine Verschlimmerung zu verhindern. Hier sind einige Maßnahmen, die dir dabei helfen können:

  • Suche nach Unterstützung: Sprich mit Freunden, Familie oder Kollegen über deine Gefühle und Herausforderungen. Es kann hilfreich sein, sich auszusprechen und Unterstützung zu erhalten.

  • Nimm dir Zeit für Pausen: Plane regelmäßige Pausen in deinen Alltag ein, um dich zu erholen und Energie zu tanken.

  • Entwickle Selbstfürsorge-Routinen: Priorisiere deine körperliche und mentale Gesundheit. Pflege dich selbst und gönne dir Zeit für Aktivitäten, die dir Freude bereiten.

  • Setze klare Grenzen: Lerne, deine Grenzen zu erkennen und sie zu respektieren. Sagen "Nein", wenn du bereits zu viele Verpflichtungen hast.

  • Suche professionelle Hilfe: Wenn du das Gefühl hast, dass du alleine nicht aus dem Burnout-Zustand herauskommst, zögere nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ein Therapeut oder Coach kann dir bei der Bewältigung von Burnout helfen.


Fazit

Das Gefühl, dass man nicht mehr kann, kann überwältigend sein, aber es ist wichtig zu erkennen, dass es Wege gibt, um wieder Kraft zu schöpfen. Indem du auf dich selbst achtest, Pausen einlegst, Selbstfürsorge praktizierst und Unterstützung suchst, kannst du dich aus dem Strudel der Erschöpfung befreien. Reflektiere deine Gedankenmuster, setze klare Prioritäten und übe Entspannungstechniken, um innere Ruhe und Energie zu finden. Wenn du das Gefühl hast, dass du alleine nicht weiterkommst, zögere nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Du bist nicht allein – es gibt Wege, um dich aus dem Gefühl der Überforderung zu befreien und gestärkt aus dieser Zeit hervorzugehen. Sei achtsam mit dir selbst und erlaube dir, Kraft zu schöpfen, um deine Lebensqualität und Resilienz zu steigern.


Frage dich auch ob du Ziele im Leben hast. Was willst du erreichen? Wo möchtest du hin?


Das Thema Umgang mit Stress ist für deinen Alltag und für dein Business von Bedeutung. Gehirn-gerechtes Leben bedeutet auch, höre auf deinen Körper, verstehe wie dein Gehirn funktioniert und komme ins TUN. Willst du mehr wissen.

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