top of page

Was mir ein alter Mann über mein Leben beibrachte. Veränderung im Leben.

  • Autorenbild: Nini Janni
    Nini Janni
  • vor 52 Minuten
  • 5 Min. Lesezeit

Eine Geschichte über den Mut, sich selbst zu begegnen.


An einem sonnigen Tag ist Lara unterwegs im Park. Die Sonne scheint ihr ins Gesicht das sie zwinkern muss. Es ist ihre Mittagspause. Ihre schwarze Handtasche hat sie lässig über die Schulter geschwungen. Die ersten Blumen blühen und die Bäume bekommen gerade ihre ersten Blätter . Sie geht einen Kiesweg entlang. Ihr kommen Jogger und eine Frau mit Kinderwagen entgegen, die mit der einen Hand schiebt und in der anderen Hand ihr Handy hält. Lara schaut sich um. Sie sucht nach einer freien Bank, am liebsten mit Seeblick, der sich direkt vor ihr auftut. Lara ist gerne hier in der Natur und am See. Sie härt die Vögel zwitschern, der leichte Wind umspielt ihr Gesicht. Sie schaut sich um. Alle Bänke scheinen besetzt. Sie sieht auf einer der alten Holzbänke einen alten Mann sitzen. Er ist bestimmt weit über 80 und trägt eine dunkle Stoffhose und ein gestreiftes Herrenhemd. Recht schick für das Alter denkt Lara. Er schaut auf den See und schaut scheinbar den Enten zu. Lara sieht ihn an und fragt, ob sie sich setzen könne. Er nickt nur, schaut sie aber nicht an.


Nun gut, die Mittagspause ist ja nicht ewig. Lara wühlt in ihrer Handtasche und nimmt ihre pinke Isoflasche mit Tee und ihre dazu passende Brotdose heraus. In dem Moment sagt der alte Mann: "Guten Appetit." Lara ist verunsichert, was soll sie jetzt tun? Hat er vielleicht auch Hunger? Aber einem alten Mann jetzt das Brot anbieten, nee das fühlt sich auch nicht richtig an. Also sagt sie nur leise "Dankeschön". Sie beginnt ihr Brot zu essen und schaut auf den See. Sie überlegt kurz auch ihr Handy hervor zu holen aber entscheidet sich, noch einen Moment auf den See zu schauen.



Frau auf Parkbank mit Brotbox
Eine Geschichte über

Mitten in ihren Gedanken hört sie den alten Mann sagen: "Wissen Sie, die Menschen von heute wissen den Augenblick nicht mehr zu schätzen. Sie sehen gar nicht wer links und rechts neben ihnen sitzt, steht oder geht. Früher haben sich die Menschen noch begrüßt. Heute nicht mehr." Lara schaut ihn nun direkt in sein Gesicht. Einige Falten und dunkelbraune Augen. Die Nase leicht schief und einen kleinen Schnauzbart trägt er auch. Das Haar ist schneeweiß. Sie überlegt kurz eine Antwort und sagt dann: "Die meisten Menschen sind beschäftigt. Hetzen von Termin zu Termin und schauen Sie, meine Mittagspause ist auch nur ganz kurz." Er nickt verständnisvoll und richtet seinen Blick zurück auf den See. Dann sagt er: "Lieben Sie was sie tun?" Lara ist verdutzt und fragt: "Wie bitte?"


Er schaut noch einmal in ihre Augen und sagt dann: "Lieben Sie was sie tun? Wenn morgens der Wecker klingelt, springen Sie auf und freuen sich auf den Tag oder denken - oh nein schon wieder Montag. Wenn Sie auf der Arbeit sind, zählen Sie die Stunden bis sie nach Hause dürfen oder freuen Sie sich auf die Aufgaben die vor ihnen liegen?" "Nun ja, es gibt solche und solche Tage. Manche Dinge auf der Arbeit machen Spaß, andere nicht. Warum fragen Sie mich das?" Der alte Mann erhebt sich zum gehen. Bevor er seinen Weg fortsetzt antwortet er : "Sie haben ein Leben verdient wie Sie es sich vorstellen. Sie haben das Geheimnis in sich es zu ändern und so zu leben, wie auch immer Sie es sich erträumen. Jeder Mensch hat es verdient morgens aufzuwachen und sich auf den Tag zu freuen. Jeder Mensch hat eine Arbeit verdient, die ihm Freude bereitet und Spaß macht. Sie haben nur dieses eine Leben. Glauben Sie mir, dieses Geheimnis ist eigentlich keins. Sie müssen nur wollen. Nur wollen. Ich wünsche Ihnen einen wundervollen Tag." Noch bevor Lara fragen konnte, was er denn damit sagen will, ist er hinter der Kurve verschwunden.


Lara blickte auf die Uhr, sie hat noch 10 Minuten Zeit. Also bleibt sie sitzen und denkt über den komischen alten Mann nach. Dann überlegt sie ob sie tatsächlich mit Freude aufsteht und wie sie ihre Arbeit empfindet. Nun ist der Gedanke nicht mehr weg zu schieben.


Veränderung: Die Macht deiner Gedanken


Der Mensch denkt am Tag ca. 60.000 Gedanken. Davon sind leider nur ca. 3% positiv. Dabei gibt es mittlerweile Studien das unsere Gedanken unser Handeln steuern und unser Handeln unser Leben. Viele davon laufen leise im Hintergrund, ohne dass du sie bewusst bemerkst. Gedanken über Termine. Über Pflichten. Über das, was noch fehlt. Über dich selbst.

Und genau hier beginnt etwas Entscheidendes:Denn deine Gedanken beeinflussen dein Handeln.Dein Handeln formt deine Gewohnheiten.Und deine Gewohnheiten erschaffen mit der Zeit dein Leben.

Wenn du das einmal wirklich begreifst, wird dir klar:Dein Leben ist nicht nur das, was dir widerfährt. Es ist auch das, was du innerlich daraus machst – Tag für Tag.


Vielleicht sitzt du gerade wie Lara auf dieser Bank.Äußerlich scheint alles in Ordnung. Du funktionierst, dir macht dein tägliches Tun mal Spaß und mal nicht. Du meisterst deinen Alltag.Und trotzdem gibt es da diese leise Frage in dir: Ist das wirklich mein Leben? Der alte Mann stellte Lara eine einfache Frage:„Lieben Sie, was Sie tun?“ Eine Frage, die erst im zweiten Gedankengang ihre völlige Bandbreite zeigt. Wenn du dir die Zeit nimmst darüber nachzudenken. Denn wie oft startest du Tag für Tag, ohne dich überhaupt zu fragen: Freue ich mich auf den Tag? Auf das was kommt? Wie oft erledigst du wirklich Aufgaben, weil sie gemacht werden müssen - nicht weil sie dich erfüllen?


Oft kommt das Argument. Das Leben ist kein Ponyhof. Ich habe Verantwortung und Verpflichtung. Ich kann nicht einfach alles ändern. Veränderung beginnt selten mit einem großen Knall. Sie beginnt mit einem einzigen, ehrlichen Gedanken. Dem Moment, wo dir bewusst wird - will ich das wirklich so? Will ich so weitermachen?

Niemand kann für dich diese Frage beantworten und Niemand ist für deine Situation verantwortlich und kann dein Leben verändern - außer dir selbst. Mit diesem Gedanken hast du den ersten Schritt gemacht. Denn im Inneren tut sich was. Mit einem Gedanken. Mit kleinen Entscheidungen und dem Mut, dir selbst ehrlich zu begegnen.


Manchmal ist es ein alter Mann auf der Parkbank. Vielleicht war es eine zufällige Begegnung. Gibt es Zufälle im Leben? Es ist der einzige Augenblick, die Tatsache das du diesen Blogbeitrag bis zum Ende gelesen hast, um den ersten Stein ins Rollen zu bringen.


Frau Parkbank am See
Die Macht der Gedanken - 60 Tausend Gedanken am Tag.

Vielleicht nimmst du dir nach dem Lesen dieses Textes einen kleinen Moment für dich. Spür einmal in dich hinein und beobachte, wie sich deine Tage gerade anfühlen. Nicht, was du leisten musst. Nicht, was von dir erwartet wird. Sondern wie es dir wirklich geht, wenn du morgens die Augen öffnest. Es geht nicht darum, heute alles zu verändern. Es reicht, ehrlich hinzuschauen. Denn manchmal beginnt ein neuer Weg nicht mit einer großen Entscheidung, sondern mit einem einzigen Gedanken. Und vielleicht war genau dieser Moment dein erster Schritt.



Kommentare


bottom of page